Presseberichte

20.4.2019

 

Tim-Thilo Fellmer bei seinem Vortrag im Mehrgenerationenhaus Mosbach

Tim-Thilo Fellmer bei seinem Vortrag im Mehrgenerationenhaus Mosbach

Der vollständige Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung hier


 

4.4.2018

14 Prozent der Erwerbstätigen können nicht richtig lesen und schreiben...
vollständigen Artikel hier nachlesen.


 

„Machen Sie den Menschen Mut“
Mitarbeiter von Behörden und Institutionen für Menschen mit Grundbildungsbedarf sensibilisiert/ Workshop im Mehrgenerationenhaus Mosbach

 

„Heute ist ein erster Schritt getan“, freute sich Yvonne Nitsche von der Technischen Akademie für berufliche Bildung, Schwäbisch Gmünd. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden und Institutionen hatten sich zu ihrem Workshop „Sensibilisierung für Menschen mit Lese- und Schreibproblemen“ im Mehrgenerationenhaus (MGH) eingefunden. Eingeladen hatte das Mehrgenerationenhaus e. V., dessen Vorsitzende Gabriele König die Teilnehmenden von Landratsamt, Stadt Mosbach, Jobcenter und AOK begrüßte. Mit seinem jüngsten Projekt„Allianz Alpha“ wolle man sich auch im MGH des Themas Grundbildung für Erwachsene annehmen.

 

Mit erstaunlichen Fakten konnte Yvonne Nitsche aufwarten. Rund 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland können nur eingeschränkt oder überhaupt nicht lesen und schreiben. Allein in Baden-Württemberg zählen eine Million Menschen zu den funktionalen Analphabeten. Sie können Buchstaben, Wörter oder einzelne Sätze lesen und schreiben, haben jedoch Mühe einen längeren Text zu verstehen. 57 Prozent von ihnen sind in Arbeit, meist jedoch in schlecht bezahlten Hilfsjobs. Betroffen sind mehr Männer als Frauen und mehr Ältere als Jüngere. Die Ursachen für mangelnde Grundbildung sind vielfältig. Oft stammen die Menschen aus bildungsfernen Elternhäusern und hatten schlechte Erfahrungen in der Schule. Mit Strategien wie „Ich habe meine Brille vergessen“ oder „Ich habe meine Hand verletzt“ versuchen sie ihr Manko zu verbergen. Verdrängen und Vermeidung angstmachender Situationen führt oft ins soziale Abseits.

 

„Hören Sie aktiv zu und bewerten Sie nichts“, riet Yvonne Nitsche den Schulungsteilnehmern in der Gesprächsführung mit den Betroffenen. Ein sensibles Ansprechen der Problematik unter vier Augen sei am geeignetsten. „Machen Sie den Menschen Mut und achten Sie auf Ihre Sprache. Diese Menschen sind nicht krank“, betonte die Referentin. So sei es besser von Grundbildung als von Analphabetismus zu sprechen. Grundbildung beziehe sich nicht nur auf Lesen und Schreiben, sondern auch beispielsweise auf Rechnen, Gesundheitsbildung oder Fähigkeiten im IT-Bereich. Wenn man den Betroffenen Angebote mache, falle ihnen oft ein Stein vom Herzen.

 

Grundbildung und Alphabetisierung für Erwachsene haben sich Bund, Länder und Partner mit der AlphaDekade auf die Fahnen geschrieben. Zahlreiche Lernangebote gibt es bereits oder sind deutschlandweit im Aufbau. Yvonne Nitsche riet dazu, Netzwerke zu bilden und mit Bündnispartnern gemeinsam vorzugehen. Genau dies ist nun auch im Neckar-Odenwald-Kreis geplant. Das Mehrgenerationenhaus Mosbach möchte mit seinem Projekt „Allianz Alpha“ einer der Wegbereiter sein für dieses Thema und Anstöße für bedarfsgerechte Grundbildungs-Angebote geben. Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Landratsamt, der Stadt Mosbach, dem Jobcenter Neckar-Odenwald und der AOK wird Ende März unterzeichnet. Mit Tim-Thilo Fellmer konnte ein Betroffener für einen biographischen Vortrag im Mehrgenerationenhaus gewonnen werden. Am 6. April, 12 Uhr schildert er seinen Werdegang vom Analphabeten zum Kinderbuchautor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

2.1.2019

Geldsegen für Mehrgenerationenhaus
Volksbank Mosbach und VB-Immobilien überreichten Spende 

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